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Anspruch und Realität der Impftheorie – Teil 4985

Heute: Keuchhusten

Das von Libertas & Sanitas e.V. kürzlich veröffentlichte Schwarzbuch Impfen zeigte in ungeschönter Deutlichkeit, wie weit sich Anspruch und Wirklichkeit beim Impfgedanken voneinander entfernt haben, sofern sich diese jemals nahe gestanden haben sollten. Und die Widersprüche nehmen kein Ende…

Eine kürzlich im BMC-Medicine veröffentlichte Studie (1) untersuchte die in den letzten Jahren gestiegene Inzidenz von Pertussis. Das Ergebnis sollte sämtliche Alarmglocken läuten lassen. Bert Ehgartner fasst das Dilemma wie folgt zusammen (2):

„Derzeit treten international so viele Fälle von Keuchhusten auf, wie schon seit langer Zeit nicht. In den USA muss man bis in die 50er Jahre zurück gehen, um auf ähnliche Zahlen zu kommen. In Großbritannien kommt man auf Fallzahlen wie zuletzt in der impffreien Zeit der 70er und 80er Jahre. […]

Geimpfte mit aufrechtem Schutz erkranken zwar seltener, doch sie übertragen die Keuchhusten-Bakterien in einem Ausmaß, das man bisher nicht für möglich gehalten hatte. Als Beleg nennen die Autoren eine Reihe von Beobachtungen, welche den Schluss nahe legen, dass die Ansteckungsgefahr heute vor allem von Geimpften ausgeht.[…]

Auch die Cocooning-Strategie (Impfung des Umfeldes: Eltern, Geschwister,…) z.B. zum Schutz ungeimpfter Kinder, Neugeborener, etc. ist – wie die Autoren schreiben – „vielfach gescheitert.““

Soviel zu den aktuellen Erkenntnissen. Was schreibt das RKI zum Thema Keuchhusten und speziell den Schutz von Säuglingen?

Schutzimpfung gegen Pertussis: Häufig gestellte Fragen und Antworten (3)

„Da für die ersten 4 bis 5 Monate kein sicherer Immunschutz für den Säugling zu erreichen ist, ist es von besonderer Bedeutung, dass insbesondere Geschwisterkinder oder Familienangehörige, die Überträger des Keuchhustens sein können, ebenfalls vor der Erkrankung geschützt sind. So sollten in einer Familie mit einem Säugling alle Kontaktpersonen unbedingt gegen Keuchhusten geimpft bzw. geboostert sein, damit die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Säugling ansteckt, gemindert wird.“

 

Wir sparen uns an dieser Stelle weitere Kommentare und lassen das Ergebnis für sich sprechen.

 

Quellen:

1) http://www.biomedcentral.com/content/pdf/s12916-015-0382-8.pdf

2) http://ehgartner.blogspot.co.at/2015/06/keuchhusten-cocooning-strategie.html

3) http://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Pertussis/FAQ-Liste_Pertussis_Impfen.html

  • Peter

    Ich bin hier nur per Zufall über die Google Bildersuche gekommen, und dann hängengeblieben und ein, zwei Artikel gelesen. Diesen hier fand ich interessant weil das Aufmacherbild Zeigt wie effektiv die Impfstoffe tatsächlich wirken können: In den USA wurden also laut der Grafik in 1980 gegenüber 1940 um den Faktor 100 (!!!) weniger Fälle von Pertussis registriert. Na wenn das kein Erfolg ist!

    Ich gebe zu dass ich grundsätzlich skeptisch gegenüber Skeptikern bin. Skeptiker müssten das ja eigentlich gut verstehen 😉

    Wie dem auch sei, ich habe tatsächlich den verlinkten Artikel überflogen. Wenn ich das richtig verstehe, geht es im Wesentlichen darum, zu untersuchen woran es liegen könnte warum die Fälle in letzter Zeit weider zugenommen haben. Zu den allgemein anerkannten Ursachen (1. Schwinden des Impfschutzes mit der Zeit, 2. Evolution von B.Pertussis, 3. Tiefe Durchimpfung), wird ein möglicher Zusammenhang mit einem Wechsel des Impfstoffes postuliert (DTP vs DTap). Während DTP anscheinend gut funktioniert hatte, scheint es dass mit DTap eine Ansteckung trotz fehlender symptome häuftiger ist.

    Daraus gleich eine Anti-Impf empfehlung abzuleiten, wäre falsch (das tut der Autor dieses Artikels hier auch nicht, aber die intention hinter dem Artikel dürfte trotzdem klar sein).

    Frage an den Autor:

    – Würden Sie also sagen dass die velinkte Studie serös gemacht wurde? (Ich nehme an ja, sonst würde sie ja kaum verlinkt…)

    – Wenn ja, so sind Sie also zumindest damit einverstanden, dass Impfstoffe grundsätzlich sehr effektiv sein können? (siehe Faktor 100 reduktion, wie oben erwähnt)

    – Wird in Deutschland überhaupt einer der in der Studie erwähnten Impfstoffe verwendet? Welcher?

    – Würden Sie eine Impfung empfehlen, wenn in Deutschland der Impfstoff DTP verwendet wird?

    – Im Abstract steht auch dass die drei „Haupthypothesen“ auch eine deutliche Rolle spielen. Dies sind: 1. Schwinden des Impfschutzes mit der Zeit, 2. Evolution von B.Pertussis, 3. Tiefe Durchimpfung der Bevölkerung. Steht der dritte Punkt nicht in widerspruch mit Ihren Bemühungen?